Dienstag, Januar 18, 2005

Was man sehen kann, wenn man sieht und hinguckt

Ich so: guck. Er so: sitz. Ich so: staun. Er so: lächel in die Kamera.

Potz Milchreis! Ermattet sank ich gestern vor den Fernseher, um mich nach getanem Tageswerk noch kurz berieseln zu lassen, und wen sehe ich? Felix Schweizer, mein Leeraner Religionslehrer aus der 9. Klasse, sitzt bei Wer wird Millionär! Schneller als die Polizei erlaubt ist er selten, denn er fährt immer Hollandrad. Schneller als die anderen Kandidaten war er auch nicht, und so kam er nicht in den Genuss, auf dem Ratestuhl Platz zu nehmen. Schade irgendwie.

Zum Abendabschluss gab's dann noch etwas gemütliches DVD-Gucken - über die pubertäre Liebe mit Kürbissen und dem Schaf Lola, Blinde, die scheinbar mehr sehen, als diejenigen, die sie kutschieren, Mika, Aki und das heimliche Fleischermesser, das doch ein Brotmesser war und vielleicht nie so existierte und Flöte spielende Clowns, die entfernt wie Lampenschirme heißen und noch enorme Schwierigkeiten haben, sich im großen Apfel zurechtzufinden.

4 Wortmeldung(en):

Blogger Turnschuhmädel meint...

Das klingt so, als hätte ich gerne gewusst, worum es eigentlich geht...:)
Zu interessanten Gesprächsketten hab ich auch noch was beizusteuern:
"Hast du Zeit?"
"Nö"
"Doch"
"Ok"
"Ossipower"

18/1/05 12:10

 
Blogger Oles wirre Welt meint...

ach watt... :) hä?

Es ging um "Night on earth", den großartigen Film von Jim Jarmusch über fünf parallele Erlebnisse von fünf Taxifahrern an verschiedenen Stellen der Welt in einer Nacht.

Eigentlich muss man ihn sehen! Ein famoser Streifen! Aber, wenn Du nicht so lange warten willst, hier kurz die Inhaltserläuterungen:


Eine 18-jährige Cabdriverin in L.A., die eine schlauschnackende Filmagentin nach Hause befördert und als Darstellerin gecastet werden soll, aber nicht will. Einen alten, ehemaligen Clown aus Dresden, der nun in New York sein Lebensglück als Taxifahrer verdient, aber weder Taxifahren kann, noch sich in der Stadt auskennt, geschweige denn einen Stadtplan hat. Aber er kann auf zwei Flöten gleichzeitig spielen. Ein dunkelhäutiger Glatzkopf von der Elfenbeinküste, der in Paris betrunkene Botschafter, die mit rassistischen Witzen um sich werfen, kutschiert, ehe er sie aus dem Taxi wirft und kurz danach eine schlagfertige und attraktive Blinde nach Hause bringt. Ein notgeiler Lustmolch von Taxifahrer in Rom, der nachts draufgängerisch verkehrtrum durch Einbahnstraßen jagt, keinen Flachwitz auslässt, einen Priester kutschiert, der ihm im Taxi an Herzversagen stirbt, nachdem ihm der Taxifahrer gebeichtet hat, dass er als Pubertärer Kürbisse und Schafe gepoppt hat und in der Hochzeitsnacht seine Schwägerin unterm Tisch genagelt. Ein finnischer Taxifahrer, der abgewrackte Alkis nach Hause fährt. Eine Fahrt, bei der sich die Relativität tragischer Erlebnisse verdeutlicht.

Den Dialog kapier' ich trotzdem nicht. ;) Ossipower?

18/1/05 12:22

 
Blogger Turnschuhmädel meint...

Klingt gut:)
Da wir keinen Fernseher mehr besitzen, gestaltet es sich allerdings schwierig.
Nun ja, das von mir wiedergegebene Gespräch stammt von meinem Bruder und seinem ehemals besten Freund, "Ossipower" bezieht sich ganz schlicht darauf, dass meine Familie ursprünglich nach Mauerfall aus Ostberlin nach Hessen eingewandert ist

18/1/05 13:18

 
Blogger Oles wirre Welt meint...

Man kann an einigen PCs ja auch DVDs gucken... :)

1/2/05 16:19

 

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