Sonntag, Februar 13, 2005

Nacht

Der Kopf ist matt, der Geist ist müde. Darum gibt es heute nur ein etwas älteres Stück Lyrik von mir:

Wie sanft wiegt, ach, die Nacht
Die Welt in tiefes Schweigen,
bedeckt mit dunkler Hand
des Tages Lichterreigen.

Leis’ unterm Sternenzelt
Verstummen alle Worte,
Und Träume schweben still
Hinauf zur Himmelspforte.

Fast lautlos schiebt das Lid
Sich über die Pupille,
gelöst entschläft der Leib
in sorgenfreie Stille.

Ins Dunkel strahlen weich
In tausendfacher Weise
Zig Farben durch den Traum
Und wünschen gute Reise.

Er trägt die Seele fort
In unerforschte Weiten
Um dann gen Ende sacht
Dem Morgen zuzugleiten.

2 Wortmeldung(en):

Blogger viktorhaase meint...

sehr schön. muss ich mal sagen. aber ich bin lyrisch gesehen, auch nah am wasser gebaut. erinnert mich an "mondnacht".

14/2/05 13:08

 
Blogger Oles wirre Welt meint...

Danke! Eichendorff war ja wahrlich nicht der schlechtesten einer, und Mondnacht ist auch ein durchaus sehr schönes Gedicht! Welch Ehre. Ich wiederum bin ja sogar nah am Wasser geboren. :)

15/2/05 08:09

 

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