Samstag, Juli 23, 2005

Namedropping

Warnung vorab. Es kommt ein furchtbar sinnloser Text. Es ist ein Suchtext, denn es sind 35 Schriftstellernamen drin versteckt. Nur selten richtig geschrieben. Wer Lust hat, kann sich ja auf die Suche machen und gucken, wieviele er findet.

„Genesis?...ei, un’ die mache Musik?“ „Ja, die sind sogar sehr bekannt“, sagte Ophélie, als sie ihrem Opa Song-Büchner zeigte, die sie dereinst im Lenz auf einem Flohmarkt gekauft hatte. Dieser trauerte immer noch seinem Angelzubehör nach. Am vergangenen Sonntag hatte er sein Ruderboot fertig bestückt, um zum Fischen hinaus zu fahren, war dann noch essen gegangen; als er dann zurückkam, fand er sein Boot leer vor. „Ei, wenn isch denne erwische, der des war, dem hau isch die Schnauz kaputt!“, schrie er, und der urwüchsige Hesse kam in ihm durch. Was bleibt?! Ein Eimer Kleister, schillernd zwar, aber unnütz. Auch nicht mehr frisch. Dann ein Fußballsack.

Betrübt war er spazieren gegangen, wanderte durch Haine, Flure, betrachtete Eichen, Dorfkirchen, riss wütend ein paar Grassoden aus, streichelte eine schnurrende Katze am Wegrand undkehrte in eine Kneipe ein.

„Ei krischt ihr nix zu esse? Ihr brecht ja fast ussenanner“, sprach er zwei schmächtige Kerle an, die in Handwerksgesellenmontur neben ihm an der Theke saßen. „Macht Euch die Hitz zu schaffe? Ihr wirkt durch die langen Dürren matt und kraftlos. Oh wie deprimierend.“ „Nun übertreibl ma nicht! Uns geht’s gut, aber wir sind aufs Land gegangen, denn man kann nicht alles in der Stadt lernen. Ich bin mit Gottfried von Straßburg aus losgelaufen, und als wir in dieses Kaff kamen, im schönen Hofmannstal, hatten wir Durst auf ein Bier, deshalb sind wir hier“, antwortete Just, der linke der beiden. „Wir wollen hauptsächlich auch unseren Beitrag leisten zum Fortbestand unseres Handwerks. Ich verputze Dir alle Außenwände mit nur einer Handkelle in vier Stunden. Und die Kellerinnenwände in zwei.“

„Opa! Ooopaaaa!“ Er erwachte aus seinem Tagtraum und noch benommen nuschelte er: „Schick bitte ma die Omma los, Kuchen holen. Isch benn scho des follettste Mal drangewese.“ Aus dem Radio dröhnte HipHop; Joyce mit ihrer neuen Single „Kill the Mole! Yeah!“ Komisch, dachte Ophélie, wer hätte gedacht, dass es irgendwann HipHopper geben würde, die über Maulwurfmordfantasien rappen würden? Die Rolling Stones waren ihr lieber. Das Telefon klingelte. Sie nahm den Hörer ab. „Opa? Frau Böllmeyer ist am Telefon. Sie fragt, ob Du wieder im April kellnern willst auf ihrer Geburtstagsfeier, wie letztes Jahr.“ „Oh Mann! Kann Tante Ilse des net übernehme?“ „Ilse hat es doch mit dem Ischias.“ „Hei nee.. da han isch scho... also isch hege leichte Zweifel dran, die simuliert doch aa gerne ma:"

5 Wortmeldung(en):

Anonymous Anonym meint...

..unterhaltsam und gar nicht ödin. zweigt an den wichtigen Stellen zwar etwas ab, aber mir kraust ja vor gar nix. Bei der Erwähnung von Musilmännern seh ich allerdings roth. Na ja, jetzt noch ein Schnitzler auf den Grill. Patzer unterlaufen mir auf dem Torberg eher selten. Da bin ich als Austrophiler gerne in meinem Nest. Roy kommt später nach.

23/7/05 12:00

 
Anonymous Anonym meint...

Gibt 'nen gutes Google-Ranking :-)

25/7/05 16:24

 
Blogger Unknown meint...

Is' ja fast wie frühe bei'n Bully mit seiner Tapete. Hach.

25/7/05 16:36

 
Anonymous Anonym meint...

möchte noch jemand die schriftsteller und das leitmotiv aus meinem beitrag rausfiltern? bitte bitte bitte.
es sind 10 wenn ich nicht irre.

25/7/05 17:32

 
Blogger Oles wirre Welt meint...

Ich bin ja nicht so. :) Hier meine Fundergebnisse:

Sven Hedin?!?
Karl Kraus
Robert Musil
Josephj Roth
Franz Grillparzer
Arthur Schnitzler
Stefan Zweig
Niestroj
und mit viel Augen zudrücken Paul Auster

25/7/05 22:42

 

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