Dienstag, November 01, 2005

Schlupp

Gewisse ausgestopfte Hunde ahmen in verblüffend vollkommener Weise lebendige Hunde nach. Adas Hund "Schlupp" ahmte in verblüffend vollkommener Weise einen ausgestopften Hund nach. Eine wuschelige Franse troddelte vor seiner Stirn, verbarg geschickt den Umstand, dass der Hund auch zwei schwarzglänzende Augen hatte und offenbarte darwinistisch die Überflüssigkeit des Sehens, durch die Gewohnheit, von einem fremden Willen und an einer Leine geführt zu werden. Streichelte man ihn, musste man fürchten, dass ein Haar seines schlammbraunen Fells einen in den Finger stach. Er war klein, fast in die Tasche zu stecken, entzückend dumm und besaß den Bewegungsdrang eines Germknödels. Bequemte er sich seltenenfalls tatsächlich einmal von seinem ewigen Liegeplatz auf dem rostroten Cord-Sofa zum Fressnapf, hatte man trotz allem selbst in diesen Fällen das Gefühl, dass er sich dabei nicht einmal bewegt habe. Bei aufmerksamer Untersuchung konnte man sogar erkennen, an welcher Seite der Kopf und an welcher Seite der Schwanz war.

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