Freitag, Juni 24, 2005

Nach der Motte

Direkt unterm Dach in unserer Wohnung nahm mich die aufgestaute Hitze des Tages in den Schwitzkasten. Obwohl es schon Nacht war, ließ sie nicht locker. Ich riss alle Fenster auf, bat den Wind um Hilfe. Der Lump ließ sich allerdings nicht blicken. Die Schreibtischlampe warf einen gleißenden Kegel. Plötzlich flatterte eine Riesenmotte durch das Fenster, tanzte einen einsamen Ringelreigen im Lampenschein. Während ich mit der linken Hand die Wasserflasche zum Mund führte, jagte sie plötzlich in meine Richtung, ich erschlug sie wuchtig mit der rechten Hand. Und als meine Hand auf der Tischplatte aufklatschte, strahlte plötzlich der Monitor komplett hellgrün. Grünte unerbittlich vor sich hin. Ließ sich nicht mehr zu weiteren Farben überreden. Erst heute morgen hat er sich wieder beruhigt.

2 Wortmeldung(en):

Anonymous Tee-Resa meint...

Ich hab auch eine erschlagen. Ich dachte, ich hätte einen Hubschrauber im Bad, die Tierchen sind ja unglaublich laut. Und machen riiiiiesige Flecke.

24/6/05 08:48

 
Blogger Oles wirre Welt meint...

Meine hat nur gestaubt. Und sie klang eher wie ein Zahnarztbohrer. Hubschrauber landen nur manchmal direkt vor unserem Haus. Auch, wenn da kein Hubschrauberlandeplatz ist. Wieso auch immer.

24/6/05 08:52

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home